Die Entstehung des Rollkunstlaufs – Von den ersten Rollschuhen zur Wettkampfsportart

Die Entstehung des Rollkunstlaufs – Von den ersten Rollschuhen zur Wettkampfsportart

Die Entstehung des Rollkunstlaufs geht auf die Entwicklung des Rollschuhs selbst zurück, der lange vor der Sportart erfunden wurde. Erste Versuche, sich auf Rollen fortzubewegen, lassen sich ins 18. Jahrhundert zurückverfolgen. Der belgische Erfinder John Joseph Merlin präsentierte in den 1760er‑Jahren ein erstes Modell mit in einer Reihe angeordneten Metallrädern, das er bei einer Veranstaltung in London vorführte. Seine Skates waren schwer kontrollierbar und ohne Bremsfunktion, doch sie gelten als die früheste dokumentierte Form des Rollschuhs überhaupt.

Im frühen 19. Jahrhundert wurde der erste patentierte Rollschuh von dem Franzosen Charles‑Louis Petitbled entworfen, der 1819 ein patentiertes Modell mit drei in einer Reihe angeordneten Rädern vorstellte. Dieses Modell blieb ebenfalls schwer zu steuern, legte aber die Basis für weitere Entwicklungen.

Der entscheidende Durchbruch kam 1863 mit dem amerikanischen Erfinder James Leonard Plimpton. Er entwickelte den klassischen „Quad“‑Rollschuh mit zwei Paaren von vier Rädern, die in zwei Reihen angeordnet sind und dank eines Feder‑ und Achsensystems Kurven möglich machten. Diese Konstruktion machte das Skaten einfach und sicher und verdiente ihm den Ruf als denjenigen, der das moderne Rollschuhlaufen möglich gemacht hat. Plimpton eröffnete auch die ersten öffentlichen Rollschuhbahnen in den Vereinigten Staaten, was die Sportart gesellschaftlich etablierte.

Mit der verbesserten Technik entstanden im späten 19. und frühen 20. Jahrhundert Freizeit‑ und erste Leistungsformen des Rollensports. Rollkunstlauf entwickelte sich aus dem Bedürfnis, künstlerische Elemente des Eiskunstlaufs auch auf Rollen umzusetzen. Ab den 1910er‑ und 1920er‑Jahren begannen Rollläufer, choreografierte Figuren, Drehungen und Sprünge in ihre Programme einzubauen und sich an Wettbewerben zu messen.

Parallel zur Popularisierung des Rollensports wurden internationale Strukturen geschaffen. Die Fédération Internationale de Roller Sports wurde 1924 gegründet und regelte Wettkämpfe und Verbandsstrukturen für verschiedene Rollen‑Disziplinen, einschließlich des Rollkunstlaufs.

Die erste Weltmeisterschaft im Rollkunstlauf fand 1947 in Washington statt, was den Sport international weiter verankerte und ihm zunehmend sportlichen Charakter verlieh.

Rollkunstlauf hat sich über Jahrzehnte von einem Freizeitvergnügen zur international anerkannten Wettkampfsportart entwickelt, die athletische Präzision und künstlerischen Ausdruck verbindet. Die technische Entwicklung der Rollschuhe selbst war dabei die Grundlage für diese Entwicklung, weil sie erst das kontrollierte Ausführen komplexer Bewegungen überhaupt ermöglichte.

WWW-Pokal in Wesel

WWW-Pokal in Wesel

Die Saison 2011 wurde am 09. April beim WWW-Pokal in Wesel eröffnet. Mit siebzehn Läuferinnen am Start waren wir bereit 12 Stunden Wettbewerb über uns ergehen zu lassen. Zum ersten Mal dabei waren Elena und Julia Wiemann, die erst seit kurzer Zeit dabei sind. Als Neulinge gingen die beiden in der Gruppe Anfänger ohne Kür an den Start. Die geforderten Elemente, konnten sie, wirkten jedoch noch etwas unsicher. Am Ende des Tages landeten sie direkt hinter einander auf Platz 7 und 8 und sind wild entschlossen beim nächsten Wettbewerb im Mai wieder dabei zu sein, aber dann in einer höheren Gruppe.

Weitere erfreuliche Ergebnisse konnten wir bei drei Mädchen verzeichnen, die alle ganz knapp am dritten Platz vorbei auf dem Vierten landeten. Besonders für Luisa war dies ein toller Erfolg und sie freute sich sehr, da sie erst zum zweiten Mal mit ihrer Kür an den Start ging. Dayana hatte sogar mehr Punkte als das Mädchen vor ihr auf dem Podest, doch leider entschied die Majorität der drei Wertungsrichter gegen Dayana. Beim nächsten Mal hat sie vielleicht noch ein bisschen mehr Glück. Besonders bemerkenswert war Hannas Auftritt. Nur zwei Wochen vor dem Wettbewerb bekam sie eine neue Musik und Choreographie. Nach anfänglichen Schwierigkeiten konnte sie sich alles gut merken. Doch nicht nur die neue Kür war eine Herausforderung, auch die neu erlernten Sprünge, die sogar in Kombination gezeigt werden sollten, mussten in der Kür eingebaut werden. Im Wettbewerb zeigte sie eine souveräne, witzige Kür, in der sie mit Leichtigkeit die neuen Schwierigkeiten präsentierte. Trotz einer kleinen Unsicherheit am Ende kann man vor dieser Leistung wirklich nur den Hut ziehen. Leider rutschte sie mit dieser herausragenden Leistung mit zwei Zehnteln am Treppchen vorbei. Für einen ersten Versuch war dies aber mehr als zufriedenstellend.

Noch überraschender war der erste Platz für Fatima. Nach der Kür machte sich zunächst Unzufriedenheit breit, da ein entscheidender Teil vergessen wurde. Doch scheinbar war der Rest so überzeugend, dass sie sich trotzdem den goldenen Pokal sichern konnte. Beim nächsten Wettbewerb wird sie sich neuen Herausforderungen in einer höheren Gruppe stellen. Ebenso wird auch Sakinah im Mai die Herausforderung der Freiläufer-Gruppe annehmen. Nach einer schön vorgetragenen Kür landete sie in ihrer Gruppe auf dem zweiten Rang. Auch den silbernen Pokal konnte Kim in der Gruppe Kunstläufer mit nach Hause nehmen. Trotz durchwachsener Trainingsdurchgänge in den letzten Wochen, konnte sie im Wettbewerb ihr ganzes Können abrufen und sich so weit vorne platzieren. Bei Vanessa lief es genau andersherum. Im Training stets solide gelang es ihr nicht ihre Nervosität zu unterdrücke und landete so auf Platz 7. Damit geben wir uns jedoch nicht zufrieden und greifen beim nächsten Wettbewerb erneut an.

Auch alle anderen Teilnehmer haben sich sehr bemüht und konnten sich so zum Anfang der Saison in das Feld der Konkurrenz einfügen. Sicherlich wurden auch einige Winterschläfer identifiziert, die in der nächsten Zeit noch mal vermehrt ein engagiertes Training erfordern, um bei der Konkurrenz mithalten zu können. Als Einstieg in die Wettbewerbssaison 2011 war der Tag im Großen und Ganzen zufriedenstellend und aufschlussreich. Im Mai geht’s weiter!!!

Lehrgang norddeutscher Verbände 2011

Lehrgang norddeutscher Verbände 2011

Am vergangenen Wochenende hatten wieder einige unserer Läuferinnen die Möglichkeit in Essen am Lehrgang der norddeutschen Verbände teilzunehmen. Von Freitag bis Sonntag nahmen Anna, Hanna, Kim, Laura, Laura, Sandy, Sarah, Sophia und Vanessa die Möglichkeit wahr, bei verschiedenen Trainer/Innen aus ganz NRW zu trainieren. Neben den neuen Anregungen für Läuferinnern und Trainer, dient ein solcher Lehrgang auch dazu, sich über die Vereinsgrenzen hinaus mit anderen Rollsport begeisterten Kindern zu unterhalten und mit ihnen gemeinsam zu trainieren. Am Samstag, an dem die Trainingseinheiten etwas länger waren, als an den anderen beiden Tagen, hatten die Mädchen sogar die Gelegenheit eine Trainingseinheit auf der Außenbahn des Essener Vereins im Grugapark zu erleben. So liefen sie im Sonnenlicht auf einer wirklich tollen Fläche und konnten nur Positives berichten. Auf einmal machte sogar die Pflicht Spaß, die sonst eher als langweilig betitelt wird. Was so ein paar Sonnenstahlen und zwitschernde Vögel ausmachen können;-)

Neben dem Training blieb auch genug Zeit zum Spielen, Essen und Erkunden des Grugaparks. Die beigefügten Fotos zeigen Laura, Laura, Hanna und Sophia beim Barfußpfad und zwischen den toll blühenden Bäumen, während die anderen trainieren mussten. Im nächsten Jahr wird der Lehrgang wahrscheinlich wieder eher im Jahr stattfinden, dann ist wieder Bibbern angesagt. Wir freuen uns aber, wenn unsere Läuferinnen die Gelegenheit bekommen an solchen vereinsübergreifenden Austäuschen teilzunehmen.

Bambi Wettbewerb in Waltrop 2011

Bambi Wettbewerb in Waltrop 2011

Wie in jedem Jahr stand auch in dieser Saison der Bambi-Pokal in Waltrop auf dem Kalender. Besonders gerne fahren wir nach Waltrop, da immer schönstes Wetter und die Atmosphäre sehr angenehm ist. Mit über 250 Teilnehmer/innen und Gruppen von 10-20 Kindern, war der Tag sehr lang und anstrengend, doch die Sonne, der Grill und die fröhlichen Kinder ließen den Tag schnell vergehen.

Bereits um 8 Uhr morgens ging es mit den Freiläufern los. Hier gingen Ladina, Indra und Sakinah zum ersten Mal an den Start. In den letzten zwei Wochen wurden ihre Küren kurzerhand umgestellt, um den Ansprüchen der höheren Leistungsgruppe zu entsprechen. Alle drei zeigten eine schön vorgetragene Kür und konnten so mit ihren Leistungen vollkommen zufrieden sein. Auch Laura H. und Sophia liefen diesmal in einer Start-Gruppe bei den Freiläufern. Sophia konnte ihre Sprünge sicher vortragen, wohingegen Laura einige Wackler zeigte. Somit musste sie sich hinter Sophia einreihen, die an diesem Tag mit ihrer Leistung mehr als zufrieden war.

Bei unseren Anfängern mit Kür gingen vier Läuferinnen an den Start. Zwei von ihn landet auf dem Treppchen. Nach einer sauber vorgetragenen Kür konnte sich Leoni über einen dritten Platz in ihrer Gruppe sehr freuen. Auch Dayana überzeugte mit ihrer Kür und konnte sich Platz 1 sichern. Ramona und Cheyenne zeigte noch einige Unsicherheiten und mussten sich so mit mäßigen Platzierungen zufrieden geben.

In den Gruppen der Minis gingen Joyce, Lara und Kira erstmals an den Start. Sie alle begannen ihren ersten Wettbewerb sehr solide, doch bei dem letzten Sprung waren einige Wackler nicht zu verbergen, wodurch es leider nicht für die vorderen Plätze reichte. Eine große Problematik bei fast all unseren Läuferinnen ist das Tempo, das leider in unserer kleinen Halle nicht gut trainiert werden kann. So wirken die Mädchen, die in der Heckinghauser Rollschuhbahn schnell unterwegs sind, auf der Wettbewerbsfläche dann oft sehr langsam was beim ein oder anderen den Eindruck von Unsicherheit erweckt und ggf. auch für schlechtere Bewertungen sorgen kann.

Bei unseren weiteren Minis konnte sich Merle, die so lebhaft kaum wiederzuerkennen war im Vergleich zu den letzen Wettbewerben, sehr über einen sechsten Platz freuen. Scheinbar war der Knoten geplatzt. Auch Rafaela landete überraschend auf der Poleposition und konnte ihr Glück kaum fassen. Elena und Julia, beim letzten Wettbewerb noch eine Gruppe tiefer gestartet, nahmen die Herausforderung der neuen Figuren an und zeigten sie so gut es ging. Da sie noch nicht lange dabei sind, war die Leistung vollkommen zufriedenstellend. Auch bei Lea war der Sprung das schwächste Element, wodurch einige Konkurrentinnen vor ihr standen.

Bei den Figurenläufern gingen Hanna, Sandy und Sarah in einer Gruppe an den Start. Bei Sarah schlichen sich leider, bedingt durch die Nervosität, wieder alte Fehler ein, die wir im Training mühsam abtrainiert hatten. Sandy hingegen konnte endlich zeigen, dass sie die Sprünge der Figurenläufer beherrscht und landete mit einer sehr schön gelaufenen Kür auf Platz 5. Platz drei erlief sich Hanna mit ihrer Kür zu der Musik aus dem Dschungelbuch. Obwohl sie an einer Stelle unplanmäßig die Laufrichtung änderte und dadurch viel zu früh war, bestach sie durch ihr Tempo und ihre Leichtigkeit und konnte sich trotz der kleinen Aussetzer in der Choreographie einen der begehrten Treppchenplätze ergattern. Anna in der der zweiten Figurenläufer Gruppe lief eine sehr souveräne, flüssige Kür, bei der wieder kleine Fortschritte im Vergleich zum letzten Mal zu verzeichnen waren, was sich auch in einem besseren Platz wiederspiegelte.

Zuletzt gingen unsere Kunstläuferinnen Kim und Vanessa an den Start. Diesmal liefen sie in zwei verschiedenen Start-Gruppen, konnten sich also nicht direkt messen. Zuerst ging Vanessa an den Start. Die Kür begann erstmals mit einem sauber gezeigten Element, dessen Gelingen diesmal auch an einem „besonderen Anreiz“ gelegen haben könnte ;-), und steigerte sich immer mehr. Vanessa konnte zum ersten Mal zeigen, was sie wirklich kann, und lief eine sehr ansprechende und mitreißende Kür, da ihre Freude über die gelungenen Elemente sich auch auf auch die Zuschauer übertrug. Mit diesem Auftritt konnte sich Vanessa den dritten Platz in ihrer Gruppe sichern und sehr zufrieden nach Hause fahren. Wir hoffen, dass sich solche Küren in Zukunft öfter wiederholen. Zuletzt war Kim in der zweiten Kunstläufergruppe gefragt. Ihre wieder sehr ausdrucksstarke Kür war technisch leider mit vielen Unsauberkeiten gespickt und zusätzlich vergaß sie kurzzeitig einen Teil der Choreographie. Somit reichte es bei diesem Mal leider nur für Platz 8.

Nach vielen sonnigen, heißen, schönen, gespannten, aufregenden und mitreißenden Stunden machten sich die BTV Sportlerinnen wieder auf den Heimweg. Manche sehr zufrieden, manche geknickt und einige enttäuscht. Doch so ist das bei jedem Wettbewerb. Mal gelingt alles, mal nichts, mal ist man nervöser als sonst, mal vergisst man etwas, mal schüchtern einen die Konkurrentinnen mit ihren Leistungen ein und manchmal platzt der Knoten und alles funktioniert. Eins muss man sich immer wieder klar machen: Es geht vor allem darum Spaß an dem Sport zu haben und auf einen schlechten Tag folgt auch immer wieder ein guter.

In diesem Sinne, auf zum nächsten Wettbewerb im Juli auf Landesebene!!!