Landesmeisterschaft 05-07.06.2026 Duisburg

Landesmeisterschaft 05-07.06.2026 Duisburg

Landesmeisterschaft NRW 2026 in Duisburg – Große Konkurrenz, neue Erfahrungen und beeindruckende Leistungen

Vom 5. bis 7. Juni 2026 fand in Duisburg die Landesmeisterschaft Nordrhein-Westfalen im Rollkunstlauf statt. Austragungsort war die Halle Beckersloh der RESG Walsum. An diesem Wochenende trafen sich Läuferinnen und Läufer aus ganz Nordrhein-Westfalen, um sich in den verschiedenen Leistungsklassen miteinander zu messen.

Für unsere Abteilung war die Landesmeisterschaft ein ganz besonderes Erlebnis. Nicht nur, weil wir mit zwei Läuferinnen vertreten waren, sondern auch, weil sich das Niveau deutlich von den regionalen Wettbewerben unterschied, die wir sonst besuchen.

Was ist eigentlich eine Landesmeisterschaft?

Viele Eltern kennen zunächst nur die regionalen Wettkämpfe, auf denen ihre Kinder starten. Dort trifft man häufig dieselben Vereine wieder, die Teilnehmerfelder sind überschaubar und oftmals treten nur wenige Läuferinnen in einer Kategorie gegeneinander an.

Eine Landesmeisterschaft ist etwas völlig anderes.

Hier kommen die besten Läuferinnen und Läufer aus ganz Nordrhein-Westfalen zusammen. Vereine aus dem gesamten Bundesland schicken ihre Sportlerinnen und Sportler nach Duisburg, um sich auf Landesebene zu messen. Die Konkurrenz ist größer, die Leistungsdichte höher und die Anforderungen steigen deutlich.

Während man bei regionalen Wettbewerben manchmal nur gegen ein oder zwei andere Teilnehmerinnen läuft, standen in manchen Klassen der Landesmeisterschaft zehn, zwölf oder sogar noch mehr Läuferinnen auf der Startliste. Das verändert die gesamte Wettkampfsituation.

Plötzlich reicht es nicht mehr, eine Kür sauber durchzulaufen. Man muss sich gegen Sportlerinnen behaupten, die teilweise deutlich mehr Wettkampferfahrung besitzen, häufiger trainieren oder bereits seit vielen Jahren in ihren Klassen starten.

Genau deshalb sind Landesmeisterschaften so wertvoll. Sie zeigen, wo man aktuell steht, und geben einen realistischen Eindruck davon, wie hoch das Leistungsniveau in Nordrhein-Westfalen tatsächlich ist.

Freitag – Die letzten Vorbereitungen

Bereits am Freitag wurde deutlich, dass dieses Wochenende etwas Besonderes werden würde.

Die letzten Vorbereitungen liefen auf Hochtouren. Kleider wurden kontrolliert, Musikdateien geprüft, Rollschuhe ein letztes Mal überprüft und die Programme noch einmal im Kopf durchgegangen.

Je näher der Wettkampf rückte, desto größer wurde die Anspannung.

Landesmeisterschaften haben einen besonderen Ruf. Jeder weiß, dass dort starke Konkurrenz wartet. Viele Läuferinnen verfolgen die Ergebnisse der vergangenen Jahre und kennen die Namen der Sportlerinnen, die regelmäßig auf den vorderen Plätzen landen.

Auch unsere Läuferinnen wussten, dass sie sich auf ein anspruchsvolles Wochenende einstellen mussten.

Samstag – Kim stellt sich der Herausforderung

Am Samstag war Kim an der Reihe.

Für sie war dieser Wettkampf etwas ganz Besonderes.

Eigentlich hatte sie bereits darüber nachgedacht, die Rollschuhe endgültig an den Nagel zu hängen. Doch stattdessen stand sie nun bei einer Landesmeisterschaft auf der Fläche und präsentierte ihre neue Kür.

Allein das war bereits ein persönlicher Erfolg.

Besonders emotional war die Musikwahl. Seit ihrer Kindheit hatte Kim davon geträumt, einmal eine Kür zum Nussknacker zu laufen.

Nun wurde dieser Wunsch Wirklichkeit.

Die Kür erzählt die Geschichte einer Ballerina, die in einer Spieluhr erwacht. Zu Beginn wirkt die Figur noch vorsichtig und neugierig. Im Verlauf der Kür entfaltet sie sich immer weiter, entdeckt die Welt um sich herum und präsentiert verschiedene technische Elemente. Am Ende kehrt die Ballerina zurück in ihre Schatulle und schläft wieder ein.

Die Geschichte zog sich wie ein roter Faden durch das gesamte Programm.

Doch trotz aller Vorfreude waren die Nerven enorm angespannt.

Wer Kim kennt, weiß, dass sie schon bei kleineren Wettbewerben oft sehr nervös ist. Bei einer Landesmeisterschaft war diese Nervosität noch einmal deutlich stärker.

Die Konkurrenz in ihrer Klasse war ungewohnt groß.

Im Cup A gingen zehn Läuferinnen an den Start. Während man bei regionalen Wettbewerben manchmal nur zwei oder drei Konkurrentinnen hat, wartete hier ein komplett anderes Teilnehmerfeld.

Schon beim Einlaufen wurde deutlich, wie stark die Konkurrenz war. Viele Läuferinnen präsentierten schwierige Elemente, sichere Pirouetten und jahrelange Wettkampferfahrung.

Kim kämpfte sich durch ihr Programm und stellte sich der Herausforderung.

Auch wenn sie am Ende nicht mit den vorderen Platzierungen mithalten konnte, war allein die Teilnahme ein wichtiger Schritt. Es gehört Mut dazu, sich einer so starken Konkurrenz zu stellen und auf Landesebene anzutreten.

Sonntag – Konstantina bleibt ihrer Linie treu

Am Sonntag betrat Konstantina die Fläche.

Während viele Läuferinnen ihre Nervosität kaum verbergen können, wirkt Konstantina vor einem Wettkampf oft erstaunlich ruhig. Doch wer sie kennt, weiß, dass hinter dieser Ruhe eine große Konzentration steckt.

Ihre Kür zu „I See Red“ passt wie kaum eine andere Musik zu ihr. Konstantina besitzt eine besondere Fähigkeit: Sie läuft nicht nur ihre Elemente, sie erzählt Geschichten. Jede Bewegung, jede Geste und jeder Blick haben Bedeutung. Während andere Läufer ihre Musik begleiten, scheint Konstantina mit ihrer Musik zu verschmelzen.

„I See Red“ ist eine Musik voller Intensität und Gefühle. Genau diese Emotionen bringt Konstantina auf die Fläche. Ihre Bewegungen wirken kraftvoll und gleichzeitig elegant. Sie zeigt nicht einfach eine Choreografie, sondern erweckt die Geschichte zum Leben.

Wer Konstantina laufen sieht, erinnert sich oft noch lange an ihre Darbietung. Ihre Kür gehört zu den Programmen, die im Gedächtnis bleiben. Sie löst Emotionen aus und sorgt regelmäßig für Gänsehautmomente.

Auch bei der Landesmeisterschaft in Duisburg gelang es ihr wieder, die besondere Atmosphäre ihrer Kür auf die Fläche zu bringen. Für uns war es ein schöner Moment, Konstantina mit ihrem Programm auf dieser großen Bühne erleben zu dürfen.

Aber auch hier zeigte sich erneut, wie stark die Konkurrenz bei einer Landesmeisterschaft ist.

Viele Teilnehmerinnen kamen aus leistungsstarken Vereinen und trainieren seit Jahren auf hohem Niveau. Entsprechend eng lagen die Leistungen vieler Läuferinnen beieinander.

Mehr als nur Platzierungen

Natürlich schaut jeder irgendwann auf die Ergebnisliste.

Doch bei dieser Landesmeisterschaft standen die Platzierungen nicht im Mittelpunkt.

Weder Kim noch Konstantina reisten mit der Erwartung nach Duisburg, eine Medaille mit nach Hause zu nehmen.

Das eigentliche Ziel war ein anderes.

Sie wollten Erfahrungen sammeln.

Sie wollten sehen, wie hoch das Niveau in Nordrhein-Westfalen ist.

Sie wollten ihre Programme vor großem Publikum präsentieren.

Und sie wollten lernen.

Genau das haben sie geschafft.

Die Meisterklasse als Inspiration

Ein besonderer Höhepunkt des Wochenendes war die Möglichkeit, den Läuferinnen und Läufern der höheren Klassen zuzuschauen.

Wer bisher nur regionale Wettbewerbe erlebt hat, bekommt bei einer Landesmeisterschaft einen völlig neuen Eindruck davon, was im Rollkunstlauf möglich ist.

Besonders die Läuferinnen und Läufer der Meisterklasse beeindruckten mit ihrem Können.

Die Geschwindigkeit, die Sicherheit bei schwierigen Sprüngen und die Qualität der Pirouetten waren beeindruckend anzusehen.

Viele Programme wirkten mühelos, obwohl hinter jeder Bewegung unzählige Trainingsstunden stehen.

Gerade für unsere jüngeren Sportlerinnen war es spannend zu beobachten, wohin der Weg im Rollkunstlauf führen kann.

Ein Wochenende voller Eindrücke

Drei Tage Landesmeisterschaft bedeuten nicht nur Wettkampf.

Sie bedeuten Begegnungen mit anderen Vereinen.

Sie bedeuten neue Freundschaften.

Sie bedeuten Inspiration.

Man sieht neue Kleider, neue Choreografien und neue Ideen.

Man erlebt andere Trainingsphilosophien und erkennt, wie vielfältig Rollkunstlauf sein kann.

Vor allem aber wird deutlich, dass man Teil einer großen Gemeinschaft ist.

Ob Anfängerklasse oder Meisterklasse – alle teilen dieselbe Leidenschaft für diesen Sport.

Unser Fazit

Die Landesmeisterschaft 2026 in Duisburg war für unsere Läuferinnen eine wertvolle Erfahrung.

Die Konkurrenz war stärker und größer als bei den regionalen Wettbewerben, die Teilnehmerfelder waren voll besetzt und das Niveau hoch.

Kim stellte sich mit ihrer neuen Nussknacker-Kür einer anspruchsvollen Konkurrenz und feierte ein sehr persönliches Debüt.

Konstantina zeigte erneut ihre elegante Ausstrahlung und sammelte wichtige Erfahrungen auf Landesebene.

Auch wenn keine Medaillen mit nach Hause genommen wurden, war das Wochenende ein Erfolg.

Denn manchmal sind die wertvollsten Gewinne nicht die Medalien, sondern die Erfahrungen, die man sammelt, die Menschen, die man trifft, und die Motivation, die man für das nächste Training mit nach Hause nimmt.

Und genau davon gab es in Duisburg jede Menge.

 

20. Velberter Schlüssel – Erster Rollkunstlauf Wettkampf 2026

20. Velberter Schlüssel – Erster Rollkunstlauf Wettkampf 2026

Generalprobe vor dem Wettkampf – Wenn die Nervosität spürbar wird

Warum Aufregung dazugehört und wie unsere Läufer damit umgehen

Am Freitag stand die Generalprobe an. Alle teilnehmenden Läuferinnen und Läufer zogen ihre Wettkampfkleider an und liefen ihre Küren mehrfach durch. Es ging nicht mehr nur ums Training, sondern darum, den Wettkampf so real wie möglich zu simulieren.

Die Aufregung war deutlich zu spüren. Besonders unsere neuen Läufer, die zum ersten Mal an einem Wettkampf teilnehmen, waren am nervösesten.Für sie ist alles neu: die Abläufe im Wettkampf, die Bewertung durch Wertungsrichter, die Aufmerksamkeit und die Situation, vor anderen zu laufen. Sie zeigen dabei noch keine Kür, sondern starten mit den Grundelementen.

Bei manchen lagen die Nerven sichtbar blank. Einige mussten vor Aufregung weinen, andere konnten am Abend kaum einschlafen. Das ist keine Ausnahme, sondern völlig normal. Der Körper reagiert auf die ungewohnte Situation, und genau das gehört zum Wettkampf dazu.

Die Generalprobe ist deshalb so wichtig, weil sie genau diese Situation einmal vorweg nimmt. Die Läufer erleben die Abläufe, spüren die Nervosität und lernen, damit umzugehen. Wer das einmal durchgemacht hat, geht am Wettkampftag anders auf die Fläche.

Am Ende geht es nicht darum, dass alles perfekt läuft. Es geht darum, Sicherheit zu gewinnen. Die Nervosität verschwindet nicht, aber sie wird kontrollierbar. Und genau das ist ein wichtiger Schritt in der sportlichen Entwicklung.

Freiläufer-Debüt: Ayla startet ihre erste Kür

Vom Training direkt ins Rampenlicht – Premiere mit Ausdruck und Mut zu neuen Elementen

Am Wettkampftag begann für uns alles sehr früh. Da unsere erste Läuferin bereits um 9 Uhr startete, waren Trainer und Abteilungsleitung rechtzeitig vor Ort. Zuerst haben wir uns einen Platz gesichert, das Stativ und die Kamera aufgebaut und die Startliste noch einmal genau durchgegangen.

 

Ayla startete in der Gruppe der Freiläufer 3.2. Sie hatte erst vor kurzem ihre Freiläuferprüfung bestanden und lief an diesem Tag ihre erste eigene Freiläufer Kür. Diese baut auf den typischen Freiläufer-Elementen auf, dazu gehören unter anderem einfache Sprünge wie der Drehsprung und Salchow, erste Kombinationen, Standpirouetten sowie grundlegende Schrittfolgen.

 

Ayla lief zu „Pocahontas“ und zeigte eine sehr ausdrucksstarke Darbietung. Mit ihrer Gestik hat sie die Szenen der Musik gut umgesetzt und eine schöne Verbindung zwischen Technik und Ausdruck geschaffen. Nicht alle Elemente sind vollständig gelungen, besonders die Sprünge waren noch nicht sauber ausgeführt. Trotzdem hat sie sich der Situation gestellt und ihre Kür bis zum Ende durchgezogen. Gerade weil sie das Programm erst seit wenigen Wochen trainiert hat, stand hier vor allem die erste Wettkampferfahrung im Vordergrund.

Premiere auf Rollen: Amalya, Lenya und Konstantina zeigen ihr Können

Vom strengen Dutt bis zum Treppenhaus-Warm-up – unsere Minis meistern ihren ersten großen Auftritt

Die nächsten Läufer waren erst um 12 Uhr an der Reihe, doch sie waren bereits gegen 10 Uhr vor Ort. Zuerst wurden die Frisuren kontrolliert, denn ein strenger Dutt ist bei uns Verpflichtung. Die leitende Trainerin besteht sowohl bei jedem Wettkampf als auch im Training darauf, dass die Haare ordentlich zum Dutt hochgesteckt sind. Das hat einen praktischen Grund: So riskiert man nicht, dass sich die Haare in den Rollen verfangen, und die gesamte Erscheinung wirkt authentisch sowie souverän. Alle unsere Erstlin

ge wissen das und kamen dementsprechend gut vorbereitet an die Halle.

Gegen 11 Uhr begannen die Vorbereitungen für den Start: Die Läuferinnen gingen sich umziehen und machten sich warm. Da die Halle zu diesem Zeitpunkt nicht zur Verfügung stand, wurde das Aufwärmtraining kurzerhand ins Treppenhaus verlegt – es ging die Treppen hoch und runter. Nach einigen gezielten Übungen waren unsere Minis bereit, ihre Grundelemente zu präsentieren. Rechtzeitig traf auch Amalyas Familie ein, um sie tatkräftig zu unterstützen. Die Bänke waren gefüllt und alle drückten fest die Daumen.

Um 12 Uhr ging es schließlich los. Amalya wurde auf der Fläche von Kim begleitet und präsentierte ihre Elemente mit einer beeindruckenden Sicherheit und tiefen Konzentration. Dass sie bereits bei den „Großen“ im Verein mitläuft, war in jedem Moment spürbar – ihr technisches Können ist für ihr Alter bereits erstaunlich weit fortgeschritten. Sie achtete penibel darauf, jedes gelernte Element technisch sauber und vollständig auszuführen. Es war bewundernswert zu beobachten, wie sie jedes Detail aus dem Training im Hinterkopf behielt und die Anweisungen der Trainer punktgenau auf der Fläche umsetzte. Amalya zeigte ein feines Gespür für die Bewegung und bewies, dass sie das im Training Erlernte unter Wettkampfbedingungen souverän abrufen kann.

Besonders hervorzuheben ist der Auftritt unserer jüngsten Läuferin Lenya (6), die eine beeindruckende Port

ion Mut bewies. Obwohl sie erst seit Januar dieses Jahres bei uns trainiert, hatte sie sich fest entschlossen, am Wettkampf teilzunehmen und ihr Können nach dieser bemerkenswert kurzen Zeit unter Beweis zu stellen. Auf der Fläche erhielt sie wertvolle Unterstützung von Lilly, während ihre Eltern sie von der Seite aus leidenschaftlich anfeuerten und bejubelten.

Lenya gab sich allergrößte Mühe, ihre Elemente wie das Eierschneiden, den Storch, die Hocke und den abschließenden Sprung zu präsentieren. Da jedoch alles so unheimlich neu für sie war – die vielen Menschen, die fremde Atmosphäre und die Situation an sich – ließ sie sich verständlicherweise von den vielen neuen Eindrücken ablenken. Das kostete sie ein wenig die Konzentration und damit auch die nötige Geschwindigkeit auf der Fläche. Dennoch kämpfte sie sich tapfer bis zum Ende durch und zeigte trotz der Ablenkung, wie viel Fleiß sie in den letzten Monaten investiert hat.

Auch Konstantina stellte sich mutig der Herausforderung auf der Wettbewerbsfläche. Sie ist erst seit Februar dabei und startete in ihrer Klasse im Jahrgang 2017. Begleitet und unterstützt von Laura, lief sie unter dem Jubel ihrer Familie ihre Grundelemente. Man merkte ihr zwar noch die verständliche Unsicherheit an und auch die Geschwindigkeit war noch etwas verhalten, doch sie meisterte ihre Übungen insgesamt sehr gut. Besonders das harte Training der letzten Wochen machte sich hier bezahlt: Konstantina übt regelmäßig mit einer Gewichtsweste, was sich im Wettkampf als großer Vorteil erwies. Durch dieses Training hielt sie ihre Schultern vorbildlich gerade und bewahrte während der gesamten Darbietung eine stolze und aufrechte Haltung. Sie vertraut ihren Trainern voll und ganz und hat mit unheimlich viel Fleiß auf diesen Tag hingearbeitet. Dass sie sich so entschlossen auf das Ungewisse eingelassen und ihr Bestes gegeben hat, wurde am Ende mit einer ordentlichen Leistung belohnt, auf der sie in Zukunft wunderbar aufbauen kann.

Greta und Eline: Unsere großen Erstlinge

Gemeinsam stark auf der Fläche – wie Greta und Eline durch Vertrauen und Eleganz ihren ersten großen Auftritt meisterten

Im Anschluss an die Minis traten mit Greta und Eline unsere „großen Erstlinge“ gemeinsam in einer Gruppe an.

 

Den Anfang machte Greta, die von Laura auf die Fläche begleitet wurde. In diesem Moment war es für Greta besonders wichtig, die nötige Ruhe zu finden, um ganz bei sich und ihren Übungen zu bleiben. Laura erkannte dieses Bedürfnis sofort und unterstützte sie genau so, wie sie es brauchte: Sie blieb besonnen an ihrer Seite und gab Greta allein durch ihre Anwesenheit den nötigen Rückhalt, ohne die wichtige Konzentrationsphase zu stören. Seit Januar hatte Greta unermüdlich für diesen Tag trainiert und sich bereits sehr früh entschlossen zum Wettkampf angemeldet. Ihr Fleiß zahlte sich aus, denn sie präsentierte ihre Elemente hervorragend und mit einer beeindruckenden Souveränität auf der Fläche. Besonders die Elemente Storch und Hocke führte sie dabei ausgesprochen sauber und mit einer bemerkenswerten technischen Sicherheit aus. Man sah deutlich, wie sehr sich das intensive Training ausgezahlt hat, da sie jede Bewegung kontrolliert und formvollendet bis zum Ende hielt.

 

In ihrer gemeinsamen Gruppe wurde Eline von Kim unterstützt. Kaum jemand konnte Elines Nervosität besser nachfühlen als Kim, da sie selbst vor jedem Auftritt immer sehr nervös ist und diese Gefühle daher aus eigener Erfahrung nur zu gut kennt. Mit diesem tiefen Verständnis stand sie Eline einfühlsam zur Seite und gab ihr genau den Rückhalt, den sie brauchte. Was dann auf der Fläche passierte, überraschte uns alle: Eline, die im Training oft sehr schüchtern und verschlossen wirkt, lieferte eine Grazie und Eleganz ab, die wirklich beeindruckte. Sie blühte regelrecht auf, lächelte und überzeugte durch eine vorbildliche Haltung mit perfekt geraden Armen, festen Schultern und erhobenem Kopf. Ihr Storch wirkte graziös und auch die Hocke gelang ihr ganz gut. Zwar war der Sprung bei ihrem ersten Mal auf einem Wettkampf noch nicht perfekt, doch sie machte ihre Sache insgesamt wirklich gut.

Glanzvolle Kür-Premiere: Nicole und Stefanie

Vom Treppchenplatz der Grundelemente zur meisterhaften ersten Kür – ein triumphaler Aufstieg in die nächste Klasse.

Nachdem Nicole und Stefanie im letzten Jahr noch bei den Grundelementen glänzten und dort bereits Treppchenplätze abräumten, war es an diesem Wochenende endlich so weit: Der nächste große Meilenstein stand an – die allererste eigene Anfänger-Kür. In den vergangenen Monaten opferten beide unzählige Wochenenden, standen frühmorgens auf und übten unermüdlich an ihren Programmen. Sie nutzten jede sich bietende Möglichkeit zum Trainieren, feilten an Schritten und Ausdruck, um für diesen Tag bereit zu sein. Die Nervosität war deutlich mehr bei den Eltern zu spüren, die auf der Tribüne saßen und mitfieberten, als bei den Läuferinnen selbst.

Nicole lieferte eine Premiere ab, die schöner kaum hätte sein können. Sie präsentierte eine Darbietung voller Anmut. Jede Bewegung saß perfekt, jedes Element war sauber ausgeführt, und ihr strahlendes Lächeln während der gesamten Kür zeigte, wie sehr sie diesen Moment genoss. Nicole lieferte in der Gruppe Anfänger 3.2 eine Premiere ab, die schöner kaum hätte sein können. Unmittelbar vor ihrem Auftritt war ihr die Nervosität zwar deutlich anzumerken, doch sie wurde von Kim, Konstantina und Lilly liebevoll beruhigt und noch einmal richtig motiviert. Auf der Fläche präsentierte sie dann eine Darbietung voller Anmut. Jede Bewegung saß perfekt, jedes Element war sauber ausgeführt, und ihr strahlendes Lächeln während der gesamten Kür zeigte, wie sehr sie diesen Moment genoss. Nach ihrem letzten Element gab es kein Halten mehr: Die anderen Mädels schlossen Nicole sofort mit herzlichen Umarmungen und Glückwünschen in die Arme. Alle flippten aus vor Freude, die gesamte Halle jubelte und feierte diesen Erfolg. Auch auf der Tribüne brachen alle Dämme – die Nerven der Eltern gaben endgültig nach, und vor Stolz und Erleichterung liefen die Tränen wie ein Wasserfall.

In der Gruppe Anfänger 3.1 folgte Stefanie mit ihrem glanzvollen Kür-Debüt. Ihr sah man die pure Begeisterung für das Rollkunstlaufen in jeder Sekunde an; sie lief mit einem beeindruckenden Selbstbewusstsein und überraschte die Wertungsrichter mit einem Rückwärts-Mond auf der hinteren Kante.

Unterstützt wurde sie dabei von ihrer gesamten Familie, die aus ganz Deutschland angereist war, um diesen Moment mitzuerleben. Mit selbstgebastelten Plakaten sorgten sie für eine unglaubliche Stimmung, sodass die Halle vor Jubel förmlich bebte. Besonders emotional war die Wahl von Musik und Kostüm: Stefanie lief ihre Kür zu derselben Musik, die ihre heutige Leistungstrainerin Kim bereits vor 20 Jahren gelaufen war. Kim hatte damals dasselbe Kleid getragen, das Stefanie nun für ihre Premiere überreicht bekam – und das Kleid brachte offensichtlich Glück.

Vor dem Start wurde Stefanie von Kim, Konstantina und Lilly noch einmal richtig locker gemacht, um die Anspannung in positive Energie umzuwandeln.

Nach beiden Küren gab es schließlich kein Halten mehr: Bei Kim liefen vor Stolz die Tränen, so voller Emotionen war sie über die erbrachten Leistungen ihrer Schützlinge. Beide Mädchen zeigten eindrucksvoll, dass sich der harte Einsatz, der Verzicht auf Freizeit, das Hören auf die Trainer und vor allem fleißiges Üben mehr als gelohnt haben.

Eine Pause zum Durchatmen und Genießen

Zwischen Grillduft und Teamgeist – Krafttanken für den großen Endspurt

Nach den emotionalen Höhepunkten des Vormittags tat die Pause am frühen Nachmittag allen Beteiligten sichtlich gut. Da die nächste Läuferin erst für 16 Uhr angesetzt war, bot sich die perfekte Gelegenheit, kurz die Rollschuhe beiseite zu stellen und durchzuschnaufen. Während die Trainer einen Moment innehalten konnten, zog es die Kinder nach draußen in die Sonne, wo sie spielten und das herrliche Wetter genossen. Ein riesiges Kompliment geht an den Roll-Sport-Club Neviges: Die Organisation war hervorragend. Von der klassischen Grillwurst über hausgemachte Salate bis hin zu Kaffee und Kuchen war für das leibliche Wohl bestens gesorgt – eine Stärkung, die nach der Aufregung jeder gebraucht hat.

Besonders schön zu beobachten war der starke Zusammenhalt innerhalb unseres Vereins. Viele Teammitglieder, die an diesem Tag selbst gar nicht starteten, liehen sich Zeit und kamen extra in die Halle, um ihre Vereinskameradinnen lautstark zu unterstützen. Dieser Rückhalt ist unbezahlbar. Es ist ein großartiges Gefühl für die Läuferinnen auf der Fläche, wenn die Tribüne voll ist und der Jubel sie trägt. Denn am Ende weiß jeder: Irgendwann steht man selbst da unten, und dann gibt einem dieser lautstarke Zuspruch die nötige Kraft.

Mit neuer Energie und der Erleichterung derjenigen, die ihren Start schon hinter sich hatten, blickten wir gespannt auf 16 Uhr, wenn mit Hannah und Konstantina die letzten Läuferinnen unseres Teams an den Start gehen würden.

Hannah: Premiere in der Figurenläufer-Klasse

Dynamik, Glanz und der Mut zu neuen Herausforderungen

Gegen 16 Uhr wurde es für Hannah ernst. Als einzige Läuferin unseres Vereins startete sie in der Kategorie „Figurenläufer 3.2“ mit einer Kür. Ab dieser Klasse wurde es auch für uns besonders spannend, da die Wertung nun öffentlich erfolgte. Da wir die Platzierungen natürlich sofort im Blick haben wollten, gab es für mich eine kurze „Blitz-Schulung“ durch die Trainer, um die Punkte blitzschnell zusammenzurechnen – eine Aufgabe, die bei der ersten öffentlichen Wertung für ordentlich Adrenalin sorgte!

Hannah präsentierte ihr Programm zum dynamischen Soundtrack von „Enola Holmes“. Da sie ihre Prüfung zur Figurenläuferin erst vor kurzem erfolgreich abgelegt hatte, war dies ihr erster großer Auftritt auf diesem Niveau. Zwar saßen noch nicht alle Elemente ganz sicher und sauber, wodurch die Punkte am Ende leider nicht für einen Treppchenplatz reichten, doch Hannah ließ sich davon keineswegs entmutigen. Besonders stolz konnte sie auf ihre Eigeninitiative sein: Sie hatte sich die Musik selbst ausgesucht und zusammengeschnitten, was ihrer Kür eine ganz persönliche und energiegeladene Note verlieh. In ihrem wunderschön glitzernden Kleid und mit einem strahlenden Lächeln, das sie über die gesamte Zeit hielt, gab sie ihr Bestes. Jetzt bleibt Hannah noch etwas Zeit, fleißig weiter zu üben, bevor sie im Sommer ihr spannendes Austauschjahr antritt.

Koko sieht Rot: Pure Emotion und kraftvolle Grazie

Zwischen technischer Brillanz und gesundem Ehrgeiz – unser stolzes Cup-Highlight zum Finale

Den krönenden Abschluss des Wettbewerbs bildete Konstantina, von allen im Verein nur liebevoll „Koko“ genannt. Sie startete in der Kategorie Cup – der technisch anspruchsvollsten und spannendsten Klasse des Tages, in der die Elemente bereits auf professionellem Niveau ausgeführt werden. Schon beim Einlaufen spürte man ihre enorme Kraft und technische Sicherheit. Zu ihrem Wunschlied „I See Red“ lieferte sie eine Performance ab, die unter die Haut ging: Koko versteht es wie kaum eine andere, tiefe Emotionen in flüssige, kraftvolle Bewegungen zu übersetzen.

Diese Kür, die unter der Leitung ihrer Trainerin Birte und mit Unterstützung von Leandra erst wenige Wochen zuvor fertiggestellt wurde, verlangte Koko alles ab. Sie ist bekannt für ihren extrem hohen Anspruch an sich selbst und ist oft ihre strengste Kritikerin. Obwohl sie technisch brillant war und wir als Team restlos begeistert von ihrer Grazie und Professionalität waren, blieb Koko selbstkritisch gegenüber ihrer Bewertung. Doch genau dieser eiserne Wille und die Strenge gegen sich selbst sind es, die sie immer weiter vorantreiben. Wir sind unglaublich stolz auf Koko – ihr beim Laufen zuzusehen, ist jedes Mal ein besonderes Highlight.

Der krönende Abschluss: Stolz, Pokale und Teamgeist

Wenn aus Mut Erfolg wird – unsere Erstlinge glänzen bei der Siegerehrung

Bevor es an die Vergabe der Pokale ging, herrschte noch einmal ausgelassene Stimmung in der gesamten Halle. Während alles für die feierliche Zeremonie aufgebaut wurde, durften die Kinder die Fläche noch einmal ohne Wettkampfdruck nutzen und die Freiheit auf ihren Rollschuhen in vollen Zügen genießen. Danach versammelten sich alle Läuferinnen in einem großen Halbkreis, und die Spannung stieg spürbar an, als die Ergebnisse endlich verkündet wurden.

In der Kategorie Erstlinge 1 sorgte Amalya für den absoluten Jubelmoment des Tages, als sie sich den ersten Platz sicherte. Sie konnte ihr Glück kaum fassen und das gesamte Team flippte vor Freude förmlich aus, während Lenya in derselben Gruppe den achten Platz erreichte. Obwohl sie ihre Enttäuschung tapfer zurückhielt, wurde sie sofort von allen Seiten aufgefangen und wir haben ihr versichert, dass sie eine tolle Leistung gezeigt hat, da jeder, der den Mut aufbringt, bei einem Wettkampf mitzumachen, bereits eine Gewinnerin ist.

 

Auch in den anderen Gruppen gab es Grund zum Feiern, denn bei den Erstlingen 2 sicherte sich unsere kleine Konstantina den fünften Platz, während bei den Erstlingen 4 Greta den vierten Platz erkämpfte und Eline den siebten Platz belegte. Es ist besonders beeindruckend, dass sich unsere Erstlinge schon nach so kurzer Zeit der Vereinszugehörigkeit getraut haben, sich dieser Situation zu stellen. Sie wissen nun genau, was bei einem nächsten Mal auf sie zukommt und welche Leistung sie erbringen können, sodass sie jetzt mit neuer Erfahrung daran gehen können, alles zu üben und zu perfektionieren.

Ein absolutes Highlight der Siegerehrung war die Bekanntgabe der Ergebnisse bei den Anfänger-Küren. Sowohl Stefanie als auch Nicole konnten sich in ihren jeweiligen Gruppen den begehrten ersten Platz sichern. Stolzer hätten sie kaum zum Podest laufen können, um ihre Pokale entgegenzunehmen. Unsere Trainer konnten ihre Tränen nicht zurückhalten und flippten vor Glück förmlich aus – ein Moment purer Freude für den gesamten Verein, der die harte Arbeit der letzten Wochen krönte.

In der Kategorie Freiläufer 3.2 erreichte Ayla den elften Platz, während Hannah bei den Figurenläufern den siebten Platz belegte. Beide Mädchen wissen genau, wo ihre Schwächen liegen und arbeiten bereits ehrgeizig weiter daran. An diesem Tag präsentierten sie ihre Küren jedoch mit voller Leidenschaft und großem Mut. Es ist keineswegs leicht, ganz allein auf der Fläche zu stehen, alle Elemente parat zu haben und sie vor den Augen der Wertungsrichter und des Publikums zu präsentieren. Allein dieser Schritt und die gezeigte Präsenz machen sie zu echten Gewinnerinnen.

Ein besonders spannender Moment war die Siegerehrung in der Cup-Kategorie. Konstantina sicherte sich in einem extrem starken Teilnehmerfeld den dritten Platz. Die Konkurrenz war an diesem Tag hart, und obwohl die Punkte diesmal noch nicht für ganz oben gereicht haben, war ihre Leistung ein echtes Ausrufezeichen. Ihre Kür steht fest und wird nun im Training bis ins kleinste Detail perfektioniert. Wir alle im Verein glauben fest daran, dass Koko sich in diesem Jahr noch den ersten Platz holen wird – daran gibt es für uns absolut keinen Zweifel. Ihr Ehrgeiz und ihr technisches Können sind eine Klasse für sich.

Die Vereinswertung: Ein starker 6. Platz für den BTV

Ein tolles Teamergebnis in einem hochkarätigen Teilnehmerfeld

Bevor der Tag offiziell zu Ende ging, stieg die Spannung noch einmal bei der Bekanntgabe der Vereinswertung. Hier wurden alle Einzelleistungen zusammengezählt, um den erfolgreichsten Verein des Wettbewerbs zu küren. In einem starken Feld sicherte sich der BTV einen hervorragenden 6. Platz.

Auch wenn es dieses Mal noch nicht für das Vereins-Treppchen gereicht hat, ist dieses Ergebnis ein Beweis für die konstante Qualität und den Fleiß all unserer Läuferinnen. Dieses Resultat motiviert uns umso mehr,  gemeinsam noch ein paar Plätze nach oben zu klettern!

Ein Tag voller Herzschlagmomente: Das Resümee

Gemeinsam stark, erfolgreich und unvergesslich – mit vier Pokalen im Gepäck

Zum krönenden Abschluss eines langen und ereignisreichen Tages versammelten wir uns alle für die Gruppenfotos. Es war ein Bild voller Emotionen: Freudentränen wurden getrocknet, Enttäuschungen gemeinsam weggewischt und die zwischenzeitlich vor Aufregung „in Ohnmacht gefallenen“ Eltern wurden wieder erfolgreich aufgepäppelt. Es war seit langem wieder ein so schöner, harmonischer Tag, an dem der Zusammenhalt im Verein in jedem Moment spürbar war.

Ein riesiges Dankeschön gilt unserem Trainerteam, das den ganzen Tag über Hand in Hand gearbeitet hat, um jedes Kind optimal zu betreuen. Alle Läuferinnen zeigten eine beeindruckende Professionalität und einen ehrgeizigen Kampfgeist, der uns alle mitgerissen hat. Besonders stolz sind wir auf unsere Neulinge, die mutig ihre ersten Erfahrungen auf der Wettbewerbsfläche gesammelt haben.

Erschöpft, aber überglücklich sind wir schließlich alle nach Hause gefahren. Mit Stolz blicken wir auf die erbrachten Leistungen zurück: Wir nehmen nicht nur wertvolle Erfahrungen und wunderschöne Erinnerungen mit, sondern kehren auch mit insgesamt vier Pokalen im Gepäck heim. Ein erfolgreicher Tag, der Lust auf mehr macht!

Ein Tag voller Emotionen lässt sich kaum nur in Worten beschreiben – man muss ihn sehen! Alle Highlights und die schönsten Kür-Momente findet ihr ab sofort in unserer Bildergalerie und den Videos auf unserem Instagram-Kanal. Schaut vorbei, lasst ein Like da und erlebt den Zauber dieses Wochenendes noch einmal mit uns!

Für mich war es das erste Mal, dass ich einen Wettkampf als ausführende Kraft so nah miterlebt habe. Ich gebe zu, ich war nervös, ob alles reibungslos klappen würde. Doch dank der fantastischen Zusammenarbeit im gesamten Team blieb keine Sorge übrig. Wir hatten die Zeiten im Blick, und jedes Kind wurde individuell von einem Trainer unterstützt – das hat mich ungemein gefreut. In Momenten mit so hohem Druck liegen die Nerven oft blank, und es kann hitzig werden, aber diesmal bin ich einfach nur stolz auf jede einzelne von euch. Ich gehe mit einem breiten Lächeln aus diesem Wochenende und freue mich schon jetzt riesig auf den Recki Pokal im Sommer!
Viktoria
Der Barmer Turnverein – Aufbau, Aufgaben und was ein Verein wirklich ist

Der Barmer Turnverein – Aufbau, Aufgaben und was ein Verein wirklich ist

Der Barmer Turnverein ist ein klassischer Sportverein in Wuppertal. Viele Eltern melden ihre Kinder an, ohne genau zu wissen, was ein Verein eigentlich bedeutet. Genau deshalb ist es wichtig, das einmal klar und vollständig zu erklären.

Ein Verein ist keine Firma und auch kein Fitnessstudio. Ein Verein ist eine Gemeinschaft von Menschen, die sich zusammenschließen, um ein gemeinsames Ziel zu verfolgen. In unserem Fall ist dieses Ziel Sport. Der Verein gehört nicht einer einzelnen Person, sondern allen Mitgliedern zusammen.

Damit ein Verein funktioniert, gibt es feste Regeln. Diese stehen in der sogenannten Satzung. Die Satzung ist das wichtigste Dokument eines Vereins. Sie legt fest, wie der Verein aufgebaut ist, wer Entscheidungen trifft, wie Beiträge geregelt sind und welche Rechte und Pflichten Mitglieder haben. Ohne Satzung kann ein Verein nicht bestehen.

Im Barmer Turnverein bedeutet das konkret: Es gibt klare Strukturen, an die sich alle halten müssen. Das sorgt dafür, dass der Verein langfristig stabil funktioniert und nicht vom Zufall oder einzelnen Personen abhängt.

Der BTV ist ein Mehrspartenverein. Das heißt, es gibt nicht nur eine Sportart, sondern viele verschiedene Abteilungen. Jede Abteilung steht für eine eigene Sportart oder einen eigenen Bereich. Typischerweise gehören dazu Turnen, Kinder- und Jugendsport, Fitness- und Gesundheitssport sowie weitere sportliche Angebote. Eine dieser Abteilungen ist der Rollkunstlauf.

Die genaue Anzahl der Abteilungen kann sich im Laufe der Zeit verändern, weil neue Angebote dazukommen oder angepasst werden. Entscheidend ist: Jede Abteilung arbeitet eigenständig im sportlichen Bereich, gehört aber organisatorisch zum Gesamtverein.

An der Spitze des Vereins steht der Vorstand. Dieser wird von den Mitgliedern gewählt. Der Vorstand übernimmt die Gesamtverantwortung für den Verein. Dazu gehören Organisation, rechtliche Vertretung und strategische Entscheidungen.

Zum Vorstand gehören in der Regel mehrere Personen mit klaren Aufgaben. Der erste Vorsitzende leitet den Verein und vertritt ihn nach außen, zum Beispiel gegenüber der Stadt oder anderen Organisationen. Der zweite Vorsitzende unterstützt und übernimmt Aufgaben bei Bedarf.

Eine der wichtigsten Rollen hat der Kassenwart. Er ist für alle finanziellen Themen zuständig. Das bedeutet, er verwaltet die Mitgliedsbeiträge, bezahlt Rechnungen, plant das Budget und sorgt dafür, dass der Verein finanziell stabil bleibt. Ohne eine funktionierende Kassenführung würde der gesamte Verein schnell Probleme bekommen.

Zusätzlich gibt es häufig eine Geschäftsführung oder organisatorische Leitung. Diese kümmert sich um den laufenden Betrieb. Dazu gehören Mitgliederverwaltung, Kommunikation, Organisation von Terminen und Abstimmung mit der Stadt oder anderen Stellen. Diese Aufgaben sind im Alltag entscheidend, auch wenn sie oft im Hintergrund stattfinden.

Neben dem Vorstand gibt es die Abteilungsleiter. Jede Abteilung hat eine eigene Leitung. Diese Person ist direkt für den jeweiligen Sport verantwortlich.

Im Rollkunstlauf bedeutet das konkret: Die Abteilungsleitung organisiert Trainingszeiten, stimmt sich mit Trainern ab, koordiniert Gruppen, plant Abläufe und ist Ansprechpartner für Eltern. Sie sorgt dafür, dass der sportliche Betrieb reibungslos funktioniert.

Die Aufgaben einer Abteilungsleitung sind klar definiert. Dazu gehört die Organisation des Trainings, die Kommunikation innerhalb der Abteilung, die Einhaltung der Vereinsregeln und die Zusammenarbeit mit dem Vorstand. Gleichzeitig trägt sie Verantwortung dafür, dass alles sicher und strukturiert abläuft.

Mit der Mitgliedschaft im Verein entstehen nicht nur Rechte, sondern auch Pflichten. Ein zentraler Punkt sind die Mitgliedsbeiträge. Diese werden regelmäßig gezahlt und sind die Grundlage für alles, was im Verein passiert.

Die Beiträge werden für verschiedene Dinge verwendet. Dazu gehören Hallenmieten, Versicherungen, Verwaltungskosten und teilweise auch Material oder Trainerkosten. Ohne diese Beiträge könnte der Verein keine Trainingsmöglichkeiten anbieten.

Ein großer Vorteil eines Vereins ist genau diese Struktur. Im Gegensatz zu privaten Anbietern geht es nicht nur um kurzfristige Leistungen, sondern um langfristige Entwicklung. Kinder trainieren regelmäßig, bauen Fähigkeiten auf und können sich Schritt für Schritt verbessern.

Ein weiterer Vorteil ist die Gemeinschaft. Kinder trainieren nicht allein, sondern in Gruppen. Sie lernen Verlässlichkeit, Disziplin und den Umgang miteinander. Auch für Eltern entsteht ein fester Rahmen mit klaren Abläufen.

Der Barmer Turnverein verfügt über eigene Hallenzeiten und nutzt feste Sportstätten. Gleichzeitig arbeitet der Verein mit der Stadt zusammen. Das bedeutet, dass auch städtische Hallen genutzt werden können. Diese Kooperation ist wichtig, weil Trainingszeiten sonst oft nicht ausreichend verfügbar wären.

Für Eltern bedeutet das: Das Training kann je nach Gruppe und Planung in unterschiedlichen Hallen stattfinden. Das ist normal und Teil der Organisation eines größeren Vereins.

Ein Verein wie der BTV funktioniert nur, wenn viele Menschen zusammenarbeiten. Trainer kümmern sich um den sportlichen Fortschritt. Der Vorstand organisiert den Rahmen. Die Abteilungsleitungen sorgen für den Ablauf im Alltag. Der Kassenwart sichert die Finanzen.

Und die Mitglieder sorgen durch ihre Teilnahme und ihre Beiträge dafür, dass das System überhaupt existiert.

Viele unterschätzen, wie viel Organisation hinter einem funktionierenden Verein steckt. Trainingszeiten müssen geplant werden, Hallen gebucht, Beiträge verwaltet, Versicherungen abgeschlossen und Regeln eingehalten werden. All das passiert im Hintergrund.

Für Eltern ist wichtig zu verstehen: Wenn Sie Ihr Kind im BTV anmelden, entscheiden Sie sich bewusst für eine strukturierte Umgebung. Es geht nicht nur um Bewegung, sondern um einen organisierten Sport mit klaren Abläufen.

Ein Verein bietet Stabilität. Es gibt feste Trainingszeiten, feste Ansprechpartner und klare Regeln. Gleichzeitig gibt es Mitspracherecht. Über die Mitgliederversammlung können Mitglieder Einfluss nehmen und den Verein mitgestalten.

Zusammengefasst ist der Barmer Turnverein eine organisierte Gemeinschaft mit klaren Strukturen. Er besteht aus mehreren Abteilungen, die jeweils ihren eigenen Sport betreiben. Der Vorstand führt den Verein, die Abteilungsleitungen organisieren den Alltag, und die Mitglieder tragen das System.

Wer Teil dieses Vereins ist, ist nicht einfach nur Teilnehmer. Er ist Teil einer Gemeinschaft, die gemeinsam dafür sorgt, dass Sport auf einem verlässlichen und strukturierten Niveau stattfinden kann.

Ist Rollkunstlauf nur etwas für Mädchen?

Ist Rollkunstlauf nur etwas für Mädchen?

Der Rollkunstlauf wird von außen oft als Sport wahrgenommen, der vor allem von Mädchen betrieben wird. Dieses Bild entsteht hauptsächlich dadurch, dass in vielen Vereinen deutlich mehr Mädchen als Jungen trainieren. Daraus wird schnell die falsche Schlussfolgerung gezogen, Rollkunstlauf sei ein „Mädchensport“. Sachlich stimmt das nicht.

Rollkunstlauf verlangt Eigenschaften, die unabhängig vom Geschlecht sind: Kraft, Körperspannung, Gleichgewicht, Technik, Ausdauer und künstlerische Ausdrucksfähigkeit. Gerade bei Sprüngen, schnellen Pirouetten oder anspruchsvollen Schrittfolgen ist ein hohes Maß an athletischer Leistungsfähigkeit erforderlich. Männer haben im Rollkunstlauf deshalb seit Jahrzehnten eine wichtige Rolle und prägen den Sport auf internationalem Niveau.

Bild Quelle(https://www.facebook.com/wrgbarcelona2019/photos/a.433514883681641/892916787741446/?id=430079560691840)

Ein besonders bekannter männlicher Rollkunstläufer ist Luca Lucaroni aus Italien. Er gehört seit Jahren zur Weltspitze im Herren-Einzellauf und gewann mehrere Weltmeistertitel im Rollkunstlauf. Seine Programme sind für hohe technische Schwierigkeit und starke Ausdruckskraft bekannt.

Ein weiterer erfolgreicher Athlet ist Pedro Wirtz aus Brasilien. Er zählt ebenfalls zu den internationalen Topläufern und konnte bei Weltmeisterschaften mehrfach Podiumsplätze erreichen. Seine Programme verbinden schwierige Sprünge mit sehr präziser Technik.

Auch Roberto Riva gehörte über viele Jahre zur internationalen Spitze und war mehrfach Weltmeister im Herren-Einzellauf. Läufer wie er haben den modernen Rollkunstlauf technisch stark geprägt.

Die Geschichte des Rollkunstlaufs zeigt deutlich, dass Männer den Sport auf höchstem Niveau mitgestalten. In internationalen Wettbewerben gibt es eigene Herrenklassen, und bei Weltmeisterschaften stehen männliche Läufer regelmäßig auf dem Podium.

Der Grund, warum in vielen Vereinen mehr Mädchen trainieren, liegt weniger am Sport selbst als an gesellschaftlichen Vorstellungen. Jungen werden oft eher zu Fußball oder anderen klassischen Mannschaftssportarten geschickt, obwohl Rollkunstlauf ihnen genauso offensteht.

Tatsächlich profitieren Jungen im Rollkunstlauf sogar von bestimmten Voraussetzungen. Sie bringen häufig viel Sprungkraft und Dynamik mit, was bei anspruchsvollen Sprüngen und schnellen Kombinationen ein Vorteil sein kann. Gleichzeitig lernen sie Körperkontrolle, Bewegungspräzision und Ausdruck – Fähigkeiten, die in vielen anderen Sportarten ebenfalls wichtig sind.

Rollkunstlauf ist daher kein Sport für ein bestimmtes Geschlecht. Er ist ein anspruchsvoller Leistungssport, in dem Talent, Training und Disziplin entscheiden – nicht ob jemand ein Junge oder ein Mädchen ist.

Rollschuhpflege im Verein

Rollschuhpflege im Verein

Damit unsere Rollschuhe lange halten und technisch zuverlässig funktionieren, haben wir eine gemeinsame Rollschuhpflege-Aktion organisiert. Kinder und Eltern haben sich im Trainingsraum versammelt, ausgerüstet mit Putztüchern, Schwämmen und Wasser. Jeder holte seine Leihrollschuhe aus dem Schrank, und wir setzten uns gemeinsam im Kreis zusammen.

Zu Beginn erklärte Kim, warum die Pflege der Rollschuhe überhaupt notwendig ist. Beim Laufen sammeln sich mit der Zeit Staub, Haare und Schmutz in den Rollen und an den Achsen. Besonders in den Kugellagern kann sich Schmutz festsetzen, wodurch die Rollen schlechter laufen. Ohne Pflege wird der Rollschuh langsamer, unruhiger und verschleißt deutlich schneller. Deshalb müssen Rollen und Lager regelmäßig gereinigt und geölt werden.

Danach ging es praktisch los. Zuerst wurden die Schrauben an den Rollen gelöst. Anschließend nahmen alle ihre Rollen ab und entfernten Schmutz und Haare von den Achsen. Gerade Haare wickeln sich häufig um die Achsen und können die Rollen blockieren. Nachdem die Achsen sauber waren, wurden auch die Rollen selbst gründlich gereinigt.

Im nächsten Schritt kümmerten wir uns um die Kugellager. Diese wurden vorsichtig geölt, damit die Rollen wieder leicht und gleichmäßig laufen. Danach setzten wir die Rollen wieder auf die Achsen, befestigten die Schrauben und kontrollierten alles noch einmal. Zum Schluss wurden die Rollschuhe ordentlich geschnürt und wieder sauber in den Schrank gestellt.

Durch diese Aktion wissen jetzt sowohl die Kinder als auch die Eltern, wie Rollschuhe richtig gepflegt werden. Auch wenn es sich um Leihrollschuhe handelt, trägt jeder Verantwortung für das Material. Wer Rollschuhe vor einem Wettkampf mit nach Hause nimmt, muss sie auch reinigen und die Kugellager ölen. Nur so sind die Rollschuhe technisch in einem guten Zustand.

Für einen erfolgreichen Wettkampf braucht es natürlich vor allem Training und Vorbereitung. Aber wenn die Rollschuhe technisch einwandfrei laufen, startet man zumindest mit der bestmöglichen Grundlage auf der Bahn.